Ralph Merz
Ich bin Designer, Art Direktor und Konzeptioner
Gestaltung interessiert mich als Verbindung von Idee, Form und Wirkung – als etwas, das Identität schaffen kann und im besten Fall bleibt.
Mein Weg begann mit dem Studium des Kommunikationsdesigns an der Fachhochschule Dortmund. Parallel dazu habe ich für die Szene-Magazine MARABO für das Ruhrgebiet und DÜSSELDORFER gearbeitet – noch analog, mit Satzspiegel, Cutter und Reprokamera.
Danach zog es mich nach Hamburg.
Bei Scholz & Friends habe ich begonnen, Markenarbeit aus einer neuen Perspektive zu erleben. Kampagnen wie TEST THE WEST entstanden in einem Umfeld, das konzeptionelle Freiheit, Experiment und starke Bildwelten miteinander verband.
Ein Moment, der geblieben ist:
ein Shooting in Los Angeles für WEST mit Peter Lindbergh.
Das Umfeld groß wie Hollywood – aber ohne Attitüden.
Ich habe bei Scholz & Friends u. a. für Kunden wie Deutsche Bank, Bank24, Apollinaris, Clubmaster, König Pilsener, BMW, OMEGA Uhren und Coca-Cola gearbeitet.
Es folgten Jahre als Freelancer und Art Director – für Agenturen wie Jung v. Matt, Scholz & Friends, Springer & Jacoby, Heye & Partner.
Mit der Zeit hat sich mein Fokus verändert, auf Unternehmen, die bewusst nachhaltig und langfristig denken – wie die GLS Bank oder NOW-Limonaden von Neumarkter Lammsbräu, ebenso wie für Projekte im Bereich erneuerbarer Energien.
Ein wichtiger Teil meiner Arbeit ist die Zusammenarbeit mit meiner Frau Bettina Merz. Sie ist Bühnen- und Kostümbildnerin sowie freie Künstlerin. Gemeinsam entstehen Projekte, die oft freier sind – und persönlicher.
Im Zentrum steht dabei unser gemeinsames Projekt:
„Das kleine Schwarze – Hotel für Mensch und Kunst“ in Hamburg.
Das Projekt verbindet Unternehmertum, Gestaltung und Kunst: Das Hotelkonzept sowie die Kurierung der wechselnden Ausstellungen im Haus entstehen in enger Zusammenarbeit.
Vom Logo über die Website bis hin zu sämtlichen Kommunikationsmaßnahmen liegt die gestalterische Umsetzung in meiner Hand.
Diese Erfahrung erweitert meine Perspektive als Designer. Gestaltung entsteht hier nicht nur als Konzept, sondern als lebendige Marke im realen Raum, in der Design, Architektur, Kunst und Atmosphäre unmittelbar zusammenwirken.
Manchmal zeigt sich die Wirkung von Gestaltung ganz leise:
Ein Logo, das ich für eine kleine Pyjama-Kollektion entworfen habe, hat unsere Tochter so angesprochen, dass sie es sich tätowieren ließ.
Solche Momente bleiben.
Vielleicht ist das auch der Kern meiner Arbeit: Dinge zu gestalten, die nicht nur funktionieren, sondern etwas auslösen.
Verstehen. Begeistern.